ICOM ID-E880 – leider keine Empfehlung

Rückblick: Im August 2009 stand die Anschaffung eines neuen Mobiltransceivers ins Haus. Wichtigstes Kriterium waren geringe Abmessungen des Bedienteils, um eine halbwegs ansprechende Montage im neuen Auto zu ermöglichen.

ICOM ID-E880 im Subaru Legacy BPDie Wahl fiel auf den ID-E880 von ICOM für rund 500 EUR. Viel Geld für einen Duobander (nicht “twin”, kann also nicht zwei Bänder gleichzeitig). Zwar hatte der japanische Hersteller unter der Bezeichnung IC-E208 auch ein Gerät mit gleichen Abmessungen für weniger Geld im Programm. Der E880 beherrschte jedoch die digitale Betriebsart D-STAR, und erst kürzlich war mit DB0HSK ein passendes Relais in erreichbarer Nähe in Betrieb gegangen.

Wenn ich nach gut zwei Jahren bilanziere, war das Gerät leider ein Fehlkauf. Mit D-STAR bin ich nie warm geworden. Es macht schlichtweg keinen Spaß. Die Bedienung ist mir, zumal im mobilen Einsatz, zu kompliziert. Außerdem empfinde ich die Sprachqualität als grausam. Nach wenigen Minuten gehen mir die Artefakte so auf die Nerven, dass ich wieder auf das gute alte analoge DB0QH umschalte.

Aber sei es drum. Gewiss, das ist subjektiv. Anlass für diesen Blogpost ist etwas anderes, etwas Objektives. Pünktlich nach Ablauf der Garantie ging im Oktober 2011 plötzlich die Rauschsperre nicht mehr zu.  Das Gerät musste via Difona eingeschickt werden. In mehr als zweimonatiger Reparatur bei ICOM wurde die “Main Unit” getauscht, was mich nebst Lohn und Versand sage und schreibe 250 EUR gekostet hat.

Im Anschreiben hatte ich auch darauf hingewiesen, dass das Gerät bereits zwei Zusatzlautsprecher zerstört hat und dass möglicherweise Gleichspannung auf dem Lautsprecherausgang liegt. Nach Erhalt des reparierten Transceivers hab ich direkt mit dem Scope nachgemessen und tatsächlich +500 mV festgestellt. Also habe ich zum Schutz meines nunmehr dritten Lautsprechers einen Axial-Elko mit 100 µF in die NF-Leitung gebaut. Beim Nachmessen stellte ich verblüfft fest, dass plötzlich vor dem Elko sogar +5 V anlagen. Wie konnte das sein?

Ich kann nicht mit Sicherheit nachvollziehen, was zum Defekt geführt hat, habe aber noch Folgendes herausgefunden:  ICOM ermöglicht über die Lautsprecherbuchse das Klonen mit baugleichen Geräten. Dazu wurde im Gerät eine Stereo-Klinkenbuchse verbaut. Nun liegen auf dem mittleren Kontakt (Ring) bei mir im Empfangbetrieb statisch +5V DC. Üblicherweise verfügen Zusatzlautsprecher jedoch nur über einen Monostecker. Monostecker in Stereobuchse: Eigentlich sollte es dabei nicht zu einer Verbindung zwischen Spitze und Ring kommen. Andere Idee: Mir liegt kein Schaltplan vor, aber auch auf den Kontakt an der Spitze kann vielleicht durch einen Transistor Gleichspannung geschaltet werden. So könnte z.B. ein Softwarefehler einen angeschlossenen Lautsprecher dauernd belasten. Vielleicht gar bei geschlossener Rauschsperre…? Zusammenhang?

Ich habe an dieser Stelle aufgehört zu forschen, um das Gerät schnell wieder fest im Auto zu installieren. Der Elko wird wohl weitere Defekte verhindern. Aber vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann zur Aufklärung beitragen.

Weitere Bonus- und Maluspunkte für den ID-E880 gibt’s in Kurzform:

Daumen hoch:

  • Bedienteil mit kräftiger Magnethalterung. Separationskabel mit Modularsteckern liegt bei.
  • DTMF-Mikrofon im Lieferumfang
  • Automatisches LCD-Dimmen bei Nichtbetätigung
  • Nur 1 mA Ruhestromaufnahme
  • GPS-Maus anschließbar

Daumen runter:

  • Bedienung nicht intuitiv. Speichern, zumal mit alphanumerischen Namen, kaum ohne Handbuch zu schaffen. Auch die Menüstruktur ist zu sehr verschachtelt.
  • Modulation unschön. Mein TM-D710E klingt viel besser.
  • Abgeschirmte Bananenbuchse als HF-Ausgang (aka PL-Buchse)
  • Lüfter nicht temperaturgeregelt
  • GPS-Maus nur im DV-Modus verwendbar. Für analoges APRS wird ein externes Modem benötigt.

 

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PETling-Thermometer von AATiS

Der Arbeitskreis Amateurfunk und Telekommunikation in der Schule (AATiS) hatte im Sommer 2010 einen Ideenwettbewerb “PETling-Schaltungen” ausgerufen. Schaltung inkl. Spannungsversorgung sollten in den Rohling einer PET-Flasche passen. Die Ergebnisse wurden in Praxisheft 21 des Vereins veröffentlicht.

Auf der Ham Radio 2011 in Friedrichshafen habe ich am AATiS-Stand einen Bausatz AS351 PETling Thermometer erworben. Es basiert auf dem DALLAS-Sensor DS18S20 im TO92-Gehäuse.

Petling-Thermometer

Für den Aufbau ist Freiluftverdrahtung vorgesehen. Lediglich für die RGB-SMD-LED liegt ein kleines Stück Lochrasterplatine als Träger bei. Ich hab mich jedoch entschieden, auch für den Rest der Schaltung ein Stück aus der Bastelkiste zu spendieren. Als Batterie ist eine 3,6-V-Lithiumzelle vorgesehen, die der Ham-Radio-Edition glücklicherweise schon dabei war. Ansonsten müsste z.B. “TEKCELL AA01-1A” von Reichelt richtig sein.

Petling-Thermometer

Die Funktion ist relativ simpel: Die Temperatur wird mittels LED-Blinken ausgegeben. Für Plusgrade blinkt’s rot, im Minusbereich blau.

Die Blinkfolge _ _ _ steht für drei Grad,
_ _    _ _ _ sind 23 Grad und
_     _____ stehen für 10 Grad.
Bei genull nau genau null Grad blinkt die LED ein paar mal abwechselnd rot und blau.

Das Thermometer funktioniert bislang prima. Es hängt draußen im Garten und lässt sich vom Frühstückstisch aus ablesen, ohne dass man erst hinaus in die Kälte muss. Bin mal gespannt, wie lange die Batterie durchhält.

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Pollin-Bausatz “Kojak-Sirene”

Anfängerbausätze für Kinder müssen bekanntlich entweder blinken oder Krach machen. Pollin Elektronik hat seit Kurzem wieder etwas Passendes im Programm. Der nunmehr hauseigene Bausatz “Kojak-Sirene” ersetzt den vormals angebotenen KEMO-Bausatz B091.
Kojak-Sirene aufgebaut.

Der Teilesatz zeichnet sich vor allem durch seine Vollständigkeit aus. Das beginnt schon bei der Dokumentation: Zusätzlich zu einem ausführlichen Faltblatt werden Schalt- und Bestückungsplan sowie Bauteilliste auf separaten Papieren mitgeliefert, so dass kein Umblättern notwendig ist. Der Lieferumfang umfasst neben der doppelseitigen Leiterkarte mit Lötstopplack auch Batterie, 9-V-Clip, Lautsprecher und die bei Pollin üblichen Anreihklemmen. Ein Taster ist vorgesehen, wird aber nicht mitgeliefert, sondern durch eine Drahtbrücke ersetzt (sog. Schaltdraht ;-) ). Da es sich nicht um eine klassische Sirene handelt (Taste drücken = Ton schwillt an, loslassen = Ton schwillt ab), sondern um eine amerikanische Streifenwagensirene mit einem schnell an- und abschwellenden Heulton, kann man den fehlenden Taster funktional gut verschmerzen.

Der Preis für das unter Bestellnummer 810154 erhältliche Produkt ist mit 4,95 EUR als besonders günstig zu bezeichnen. Zu erwähnen ist noch, dass Pollin dabei mit dem Verein “Technik für Kinder e.V.” zusammen arbeitet. Im Rahmen dieser Kooperation werden noch andere interessante Produkte für die Jugend- und Ausbildungsarbeit angeboten.

Komplettbausatz Kojaksirene

Ein kleines Ärgernis will ich nicht verschweigen: Die Firma Pollin schickte mir bei meiner Bestellung Anfang Dezember 2011 an Stelle des hier beschriebenen Produktes den KEMO-Bausatz B091. Auf meine Beschwerde hin wurde mir versichert, es habe sich um Restbestände gehandelt. Sollte es wieder passieren, bitte umgehend reklamieren. Pollin hat mir anstandslos den richtigen Artikel nachgeschickt.

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Anfängerbausatz Roulette von Pollin

Seit einigen Wochen bietet Pollin unter der Bestellnummer 810163 einen weiteren schön gemachten Anfängerbausatz an. Da ich u.a. zum Würfel und zum Atom schon kurze Bewertungen an anderer Stelle verfasst hatte (im AJW-Verteiler des DARC, in der CQ DL sowie bei DL1DOW), möchte ich auch zum Roulette ein paar Worte verlieren.

Pollin 810163 Roulette

Gegenüber der direkten Konkurrenz von AATiS (AS116 und evtl. AS023) kommt das Pollin-Roulette als echte Luxusvariante daher. Es verfügt über 37 LEDs und einen realistischen Aufdruck. Außerdem sorgt ein Summer für “Kugelgeräusche”, wobei diese eher wie bei AS023 an ein Glücksrad erinnern. Das Roulette wird per kurzem Tastendruck gestartet, dreht dann links oder rechts herum und in unterschiedlicher Anfangsgeschwindigkeit, welche zum Ende hin jeweils abklingt.

Die Anleitung ist wieder prima. Die auf der einseitigen Platine notwendigen drei Drahtbrücken wurden mit Null-Ohm-Widerständen ausgeführt. Dass das Footprint des Summers nicht ganz stimmt, kann man verschmerzen. Etwas umständlich war bei mir die Montage der gelben LEDs, da sich diese erst nach Abschneiden der Beinchen ganz in die Platine stecken ließen. Es bleibt dann nicht mehr viel übrig zum Löten, aber es geht.

Abstandhalter stören beim Einbau der LEDs

So oder so ist der Bausatz aufgrund der vielen Teile nicht für die ganz Kleinen geeignet, sondern eher für die, die schon ein bisschen Erfahrung gesammelt haben und nicht genug bekommen ;-) . Wenn die 9,95 EUR zzgl. 9-V-Block nicht stören, ist der Bausatz uneingeschränkt zu empfehlen.

 

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Hello world!

Ich mache jetzt das mit dem WordPress. Und los geht’s!

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